Studie: Passionsblume lindert Angst vor Zahnarzt

In einer kontrollierten Doppelblindstudie unterzogen sich 40 Personen einer beidseitigen operativen Extraktion ihrer Weisheitszähne. Davor nahmen sie entweder Passiflora incarnata (260 mg Trockenextrakt) oder das Benzodiazepin Midazolam (15 mg) ein.

Das Ergebnis: Es gab keinen Unterschied zwischen den Gruppen, was die Angstreduktion betraf. Körperliche Anzeichen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes verhielten sich gleich. In beiden Gruppen gaben über 70 Prozent an, sich ruhig oder kaum nervös zu fühlen. Die Wirkung von Passiflora trat bereits 30 Minuten nach der Einnahme ein.
Die Verträglichkeit von Passiflora war gut.

Fazit: Passiflora incarnata ist in seiner Wirksamkeit mit Benzodiazepinen vergleichbar, bei sehr gutem Risiko/Nutzen-Profil.

Referenz: Dantas, L-P; Oliveira-Ribeiro, A. de; Almeida-Souza, L-M de; Groppo, F-C (2017): Effects of passiflora incarnata and midazolam for control of anxiety in patients undergoing dental extraction. In: Medicina oral, patologia oral y cirugia bucal 22 (1), e95-e101.

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27918731

 

Studie: Knoblauch kann Blutdruck senken

Effekt bei zu hohem Blutdruck sichtbar

In einer Studie mit 56 Patienten, die an einer koronaren Herzkrankheit litten, zeigte sich in der Subgruppe mit Hypertonie ein blutdrucksenkender Effekt durch Knoblauch: Während der dreimonatigen Einnahme sank der systolische Blutdruck um 12,1 mmHg, während er bei der Placebogruppe um 2,6 mmHg anstieg.

Die Autoren der Studie sehen in Knoblauch eine sichere Ergänzung zur antihypertensiven Therapie.

Referenz: Mahdavi-Roshan M et al. Does Garlic Supplementation Control Blood Pressure in Patients with Severe Coronary Artery Disease? A Clinical Trial Study.Iran Red Crescent Med J. 2016;18(11):e23871. doi: 10.5812/ircmj.23871. eCollection 2016.

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28191330

Studie: Cranberry reduziert Risiko von Harnwegsinfektionen

Die Meta-Analyse von 28 randomisierten, placebokontrollierten Studien ergab: Die Einnahme von Cranberries führt zu einer Senkung der Häufigkeit von Harnwegsinfektionen (UTIs). Insgesamt kam es bei den 4947 Probanden zu einem um 32,5 % reduzierten Vorkommen von UTIs.

Die Autoren der Studie sind der Meinung, dass Ärzte Empfehlungen für Cranberries ausprechen sollten, um dem Resistenzproblem durch Antibiotika zu begegnen.

Referenz: Luís  et al. Can cranberries contribute to reduce the incidence of urinary tract infections? – A systematic review with meta-analysis and trial sequential analysis of clinical trials. Urol. 2017 Mar 10. pii: S0022-5347(17)39295-9. doi: 10.1016/j.juro.2017.03.078. [Epub ahead of print]

Link zur Studie:  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28288837

 

Studie: Omega-3 senkt Risiko für Herzkranzgefäße

Die bisher umfangreichste Meta-Analyse aller verfügbaren hochwertigen Studien ergab: EPA und DHA verringern das Risiko von Erkrankungen, die mit der Verkalkung der Herzkranzgefäße einhergehen, inklusive Herzinfarkt und plötzlichem Herztod. Der Effekt war in Risikogruppen stärker sichtbar.

Die Meta-Analyse trägt zur Beweislage bei, dass sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Herzgesundheit auswirken.

Referenz: Alexander DD et al. A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials and Prospective Cohort Studies of Eicosapentaenoic and Docosahexaenoic Long-Chain Omega-3 Fatty Acids and Coronary Heart Disease Risk. Mayo Clin Proc. 2017 Jan;92(1):15-29. doi: 10.1016/j.mayocp.2016.10.018.

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28062061

 

Studie: Johanniskraut mit Wirkung bei leichten Depressionen

In einer Meta-Analyse, die 27 Studien mit insgesamt 3808 Patienten mit leichter bis mittelgradiger Depression einschloss, zeigte Johanniskraut eine mit Standard-Medikamenten (SSRI) vergleichbare Wirkung.

Die hochwertige Metaanalyse trägt zur Beweislage bei, dass Johanniskraut gerade bei leichteren Fällen eine Wirkung bei depressiven Verstimmungen zeigt.

Referenz: Ng QX et al. Clinical use of Hypericum perforatum (St John’s wort) in depression: A meta-analysis. J Affect Disord. 2017 Jan 3;210:211-221. doi: 10.1016/j.jad.2016.12.048. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28064110